Was sind Optionen? Einführung in ein vielseitiges Finanzinstrument

Was sind Optionen?

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Optionen strategisch nutzen

Optionen sind ein Finanzinstrument, das sich vielseitig und gewinnbringend einsetzen lässt. Aufgrund der Nullzinspolitik der Zentralbanken werden herkömmliche Anlageformen für private Investoren zunehmend uninteressant, dies sorgt für ein zunehmendes Interesse an Alternativen. Bei Optionen fehlt es den meisten Privatinvestoren allerdings an Kenntnissen über die Funktionalität und Möglichkeiten von Optionen. Hinzu kommt die verbreitete Meinung, bei Optionen handle es sich um äußerst riskante Geschäfte. Doch das stimmt nicht. Wer sich mit Derivaten wie Optionen eingehend befasst, stellt rasch fest, dass man hier Risiko und Gewinnchancen flexibel gestalten kann. Was sind Optionen genau, und wie lässt sich mit ihnen Gewinn erzielen?

  • Optionen sind unverbindliche Termingeschäfte im Warenhandel
  • Der Käufer der Option kann sie zur Fälligkeit ausüben, muss dies aber nicht
  • Optionen können auf steigende und fallende Kursentwicklungen aufgenommen werden
  • Zugrundeliegende Basiswerte: Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Indizes

Diese Punkte haben wir für Sie getestet:
1. Was sind Optionen? Eine Erklärung
2. Wie funktionieren Optionen?
3. Welche Arten von Optionen gibt es?
4. Amerikanischer oder europäischer Stil – die Ausführung von Optionen
5. Die wichtigsten Komponenten einer Option
6. Optionen handeln: Die Wahl des Brokers
7. Fazit: Optionen – attraktive Anlage für informierte Investoren

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Was sind Optionen? Eine Erklärung

Optionen gehören zu den sogenannten Termingeschäften. Anders als beispielsweise bei Futures, die für beide Partner verbindlich sind, ist bei Optionen nur einer der Vertragspartner verpflichtet, den der Option zugrundeliegenden Basiswert zu einem vorher festgelegten Termin in der Zukunft und zu einem vorab definierten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Die zugrundeliegenden Basiswerte von Optionen können Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungspaare und weitere, ähnliche Finanzprodukte sein. Je nachdem, welcher Art der Handel ist, bezeichnet man dies als Verkaufs- oder Kaufoption oder auch als Call oder Put Optionen. Abhängig davon, ob auf steigende oder fallende Kurse gesetzt wird, redet man auch von Long oder Short Optionen. Der Unterschied zu Futures besteht darin, dass es dem Optionsinhaber überlassen ist, ob die Option überhaupt ausgeübt wird, ob das Geschäft also zustande kommt. Falls nicht, kann der Anleger darauf verzichten, seine Optionen zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen beinhalten also keine Verpflichtung und viel Potenzial.

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Klassischer Optionshandel bei Plus500

Wie funktionieren Optionen?

Um zu verstehen, wie das Konzept von Optionen funktioniert, nun einige grundsätzliche Erklärungen zu diesem Finanzinstrument. Ein Anleger, der eine Option kauft, geht eine Vereinbarung mit dem Optionsverkäufer ein (dieser wird oft als „Stillhalter“ bezeichnet). Der Optionsverkäufer garantiert, dass der Anleger am Tag X in der Zukunft die definierte Menge des Basiswertes Y, sagen wir einer Aktie, zum Preis Z kaufen kann.

Diese Garantie lässt sich der Stillhalter vergüten – dafür zahlt der Anleger eine sogenannte Optionsprämie. Die Prämie wird grundsätzlich gezahlt und ist davon unabhängig, ob der Käufer die Option am Tag X dann auch wirklich ausübt.

Gewinn lässt sich aus der Option nun machen, wenn die Option auf die Aktie Y nun beispielsweise für einen Basispreis von 100 Euro gekauft wurde und dieser Basispreis am Tag X deutlich gestiegen ist. In diesem Fall kann der Käufer den Basiswert, also die Aktie, zum ursprünglichen Basispreis kaufen und hat damit einen Vorteil bzw. Gewinn erzielt. Steigt der Basispreis nicht, kann der Halter der Option einfach auf den Kauf verzichten und die Option verfallen lassen. In diesem Fall büßt er die Optionsprämie ein – mehr nicht.

Wie und wo man Optionen handeln kann

Wie alle Termingeschäfte werden auch Optionen an den großen internationalen Terminbörsen gehandelt. Dazu gehören beispielsweise der EUREX in Europa oder die Chicago Board Options Exchange in den Vereinigten Staaten. Da der Optionshandel hier gebündelt und kontrolliert wird, läuft der Handel in Form von standardisierten Verträgen ab. Feste Basiswerte, Verfallstermine und Ausübungspreise sorgen für eine vergleichsweise hohe Liquidität. Die Standardisierung soll den Marktteilnehmern die Möglichkeit erleichtern, eingegangene Positionen vor Fälligkeit der Option entweder durch den Weiterverkauf oder aber den Rückkauf zu schließen. Das Angebot an Optionskontrakten der jeweiligen Terminbörse korrespondiert in aller Regel mit dem der verfügbaren Futures.

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Welche Arten von Optionen gibt es?

Vanilla, Exoten, Wertpapiere: der börsliche und außerbörsliche Handel

Konventionelle Optionen, wie sie an Terminbörsen gehandelt werden, bezeichnet man als Standard-Optionen oder auch als „plain vanilla options“.

  • Standard- oder Vanilla-Optionen
  • Exoten: außerbörsliche Optionen
  • Optionsscheine

Neben dem Handel an Terminbörsen können Optionen auch außerbörslich gehandelt werden. In diesem Fall wird ein Vertrag zwischen Optionsnehmer und Stillhalter individuell geschlossen und nach den Wünschen beider Partner flexibel gestaltet. Die größere Flexibilität wird allerdings unter Verzicht auf Handelbarkeit erworben, denn sogenannte „exotische“ Optionen können nur mit einer Übereinkunft beider Vertragsparteien vorzeitig beendet werden.

Nicht zu verwechseln mit Optionen sind Optionsscheine. Hier handelt es sich um Optionen, die als Wertpapiere gestaltet sind und vom Optionskäufer ebenso wie andere Wertpapiere weiterverkauft werden können. Auch sie lassen sich vergleichsweise frei gestalten, sofern der Emittent Abnehmer findet.

Call und Put bzw. Kauf und Verkauf

Standard- oder Vanilla-Optionen sind entweder Kaufoptionen, sogenannte Calls, oder Verkaufsoptionen, auch als Puts bezeichnet. Der Käufer der Option hat das Recht, ist aber nicht dazu verpflichtet, zum festgelegten Ausübungszeitpunkt die definierte Menge des Basiswerts zu einem ebenfalls festgelegten Preis oder „strike“ zu kaufen bzw. zu verkaufen. Der Verkäufer oder Stillhalter ist ausdrücklich verpflichtet, den Basiswert zum vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, sofern der Käufer der Option die Ausübung wahrnimmt. Kommt es zur Ausübung, hat der Käufer hier wiederum zwei Möglichkeiten:

  • Zahlung und Lieferung des Basiswertes
  • Barausgleich

Bei Zahlung und Lieferung wechselt der Basiswert tatsächlich den Besitzer. Kommt es hingegen zum Barausgleich, zahlt der Stillhalter dem Käufer der Option die Wertdifferenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Marktpreis des Basiswertes am Tag der Ausübung. Dies ist die Ausübung, die von Tradern und Investoren wahrgenommen wird. Die umgekehrte Situation, nämlich dass der Käufer der Option an den Stillhalter zahlt, tritt nicht ein – denn in diesem Fall würde der Käufer der Option auf die Ausübung verzichten.

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Beim Broker Plus500 sind zahlreiche Optionen handelbar

Short oder Long Optionen

Was sind Optionen, die mit Long oder Short bezeichnet werden? Wo immer es um den Handel mit Aktien, Optionen und Futures geht, findet man häufig die Begriffe Long und Short. Dies bedeutet nichts anderes als dass bei einer Long-Position der Anleger auf eine Kurssteigerung spekuliert. Bei einer Short-Position hingegen setzt er auf fallende Kurse. Auch bei Optionen werden die Begriffe Long und Short benutzt. So ist eine „Long Call-Option“ eine Option, die der Anleger gekauft hat, um auf steigende Kurse zu spekulieren, während „Long Put-Optionen“ als gekaufte Optionen auf einen Kursrückgang des zugrunde liegenden Basiswertes setzt.

Der Hebel: Chancen, Risiken und Nebenwirkungen

Für Anleger interessant ist bei Optionen und Optionsscheinen der sogenannte Hebel, der gleichermaßen bei Kauf- und Verkaufs-Optionen angewendet werden kann. Durch den Hebelfaktor haben Trader die Möglichkeit, ein Vielfaches der tatsächlich aufgewendeten Investition bewegen zu können. Hebel beispielsweise von 1:10 und 1:20 steigern die Rendite um den besagten Faktor. Und der Hebel erklärt auch, wieso Trader und Anleger zu Optionen greifen, anstatt einfach den zugrundeliegenden Basiswert zu kaufen, etwa Aktien oder Indizes. Das Risiko liegt hier in der Tatsache, dass der Hebel nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste um den entsprechenden Faktor steigert. Wer sich für den Handel mit Optionen und insbesondere Optionsscheinen interessiert, sollte daher über ein gewisses Grundwissen zu Derivaten verfügen und eine durchdachte Handelsstrategie zugrundelegen.

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Amerikanischer oder europäischer Stil – die Ausführung von Optionen

Es gibt verschiedene Typen von Optionen, die als europäische, amerikanische und Bermuda-Optionen bezeichnet werden. Einsteiger werden zunächst verwundert registrieren, dass es in Europa amerikanische Optionen gibt – und umgekehrt. Hier geht es nicht etwa um den Standort der Terminbörse, sondern ganz einfach um Unterschiede im Ausführungszeitpunkt der Option.

Auf den normalen Märkten für Derivate sind die europäischen und amerikanischen Optionen geläufig. Der Unterschied hierbei:

  • Europäische Optionen können ausschließlich am Verfallstag ausgeübt werden.
  • Amerikanische Optionen können jederzeit bis einschließlich des Verfallstages ausgeübt werden. Hier hat der Inhaber der Option die Möglichkeit, den Basiswert auch „vorzeitig“ einzufordern oder zu verkaufen.
  • Sogenannte „Bermuda-Optionen“ können zu einem von mehreren vorab definierten Zeitpunkten ausgeübt werden.

Die wichtigsten Komponenten einer Option

Wie bereits beschrieben, sind Optionen in hohem Maße standardisiert. Dies sorgt nicht nur für hohe Liquidität, sondern bei Optionen, die an Terminbörsen gehandelt werden, für hohe Sicherheit. Die Standards verlangen genaue Angaben zu den einzelnen Komponenten der Option. Eine davon ist der Basiswert. Dieser wird aus Rohstoffen, Forex, Aktien oder ähnlichen Finanzinstrumenten abgeleitet.

  • Basiswert
  • Basispreis
  • Laufzeit
  • Optionsprämie

Eine weitere Komponente ist der Basispreis oder „strike“, zu dem der Basiswert am Fälligkeitstag ge- oder verkauft werden kann.

Ebenfalls angegeben wird die Laufzeit, denn sie hat großen Einfluss auf den Preis der Option. Je weiter der Ausübungstermin in der Zukunft liegt, umso größer die Unsicherheiten zur Kursentwicklung des Basiswertes und der Verzinsung innerhalb der Laufzeit.

Auch die Optionsprämie muss angegeben werden – diese zahlt der Optionskäufer dem „Stillhalter“ für das Recht, den Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen.

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Der Broker Plus500 bietet ein Demokonto zur Verfügung, somit kann der Options-Handel im Vorfeld getestet werden

Die Berechnung der Optionsprämie

Die Höhe der Optionsprämie richtet sich nach der angewendeten Methode zur Bewertung. Man unterscheidet hier zwischen dem Black-Scholes Modell und der Cox-Ross-Rubinstel Methode. Das Black-Scholes Modell wurde 1997 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet. In jedem Fall errechnet sich die Optionsprämie aus dem sogenannten „inneren Wert“ und dem „Zeitwert“ der Option.

Der Innere Wert

Der inneren Wert bezeichnet die Differenz zwischen dem Kurs des Basiswerts und dem Basiswert selbst.

Innerer Wert = Bezugsmenge * (Kurs des Basiswerts – Basiswert)

Falls der Basiswert zum Beispiel bei 60 Euro liegt, der aktuelle Börsenkurs aber bei 100 Euro, beträgt der innere Wert der betreffenden Option 40 Euro.

Der Zeitwert

Der Zeitwert ist nicht so einfach zu ermitteln. Hier kommen verschiedene Einflüsse zum Tragen. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass der Kurs des Basiswertes sich mit zunehmender Laufzeit zu Gunsten des Optionskäufers erhöht. Der Zeitwert drückt daher gleichzeitig den erhofften Gewinn des Optionskäufers und das Risiko des Optionsverkäufers aus.

Dies wird deutlich in Fällen, bei denen der Kurs des Basiswertes niedriger liegt als die Kaufoption. Diese Optionen haben keinen Inneren Wert bzw. einen Inneren Wert, der gleich 0 ist, sie werden aber dennoch als Spekulationsobjekt gekauft.

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Optionen handeln: Die Wahl des Brokers

Privatanleger, die mit Optionen handeln wollen, müssen dazu den Zugang zu den Märkten erhalten. Dies ist über ein Depot etwa bei einer Direktbank oder über einen Broker möglich. Mit einem Handelskonto bei einem Optionenbroker können Trader und private Investoren Optionen direkt an der Terminbörse handeln. Um die Auswahl für einen geeigneten Anbieter zu treffen, sollten vorher allerdings verschiedene Kriterien geprüft werden. Beispielsweise spielt es eine wichtige Rolle, zu welchen Terminmärkten der Broker oder die Bank den Zugang ermöglicht. Ebenso wichtig ist die Frage, ob der Anbieter sowohl europäische als auch amerikanische Optionen zum Handel anbietet und ob hierfür separate Konten eröffnet werden müssen.

Wichtig sind auch die verfügbaren Kontomodelle für Einsteiger und erfahrenere Trader, die Zahlungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Kosten und auch die anfallenden Kosten für Depotführung, Kommissionen und Spreads, ebenso wie mögliche Rabatte für besonders eifrige Trader bzw. Inaktivitätsgebühren, falls Sie das Konto für einige Wochen ruhen lassen.

Plus500 Webseite

CFD-Broker Plus500: Auch klassische Optionen stehen zur Verfügung

Auch die Breite des Handelsangebotes, die Möglichkeit, andere Finanzprodukte zu handeln, die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität der Handelsplattform und der Kundensupport sind wichtige Faktoren, ebenso wie ein Demokonto und die Weiterbildungsmöglichkeiten, mit denen der Anbieter die Anleger unterstützt. Bei Brokern, die außerhalb Deutschlands ansässig sind, liegt keine Regulierung durch die strenge deutsche BaFin vor. Hier sollten Sie Lizenzierung und Regulierung sowie die Einlagensicherung prüfen.

Ein Konto eröffnen und Optionen handeln

Ist die Wahl auf einen Anbieter gefallen, bleibt nur, ein Konto zu eröffnen und außerdem die Termingeschäftsfähigkeit zu beantragen. Dies ist in der Regel online in kurzer Zeit möglich, innerhalb weniger Tage erhält man den Vollzugang und ist dann berechtigt, mit Optionen zu handeln.

Fazit: Optionen – attraktive Anlage für informierte Investoren

Optionen sind ein verhältnismäßig standardisiertes, liquides Finanzprodukt, das schon mit vergleichsweise geringen Mindesteinlagen gute Renditen verspricht. Ein besonderer Vorteil der Option liegt darin, dass der Anleger schlimmstenfalls nur die Optionsprämie einbüßt, bestenfalls aber beachtliche Gewinne machen kann. Allerdings sind ein gewisses Know-How und auch einige Rechenkenntnisse die Voraussetzungen, die Privatanleger mitbringen sollten. Die Kennzahlen, derer man sich bedient, um die Chancen und Risiken von Optionen zu berechnen, sollten kompetent angewendet werden. Auch der Fachwortschatz, der mit diesem Finanzinstrument einhergeht, sollte besser nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch geläufig sein.

Mit dem entsprechenden Basiswissen hat man die Möglichkeit, den Optionshandel nicht über deutsche Anbieter und beschränkt auf den EUREX auszuführen, sondern kann beispielsweise auf Anbieter im angelsächsischen Sprachraum zurückgreifen, die den Zugang zu einem bis zwei Dutzend internationaler Terminbörsen ermöglichen.

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