Neu im Aktienhandel – alles auf Rot?

Das Roulette kennt drei Farben, Rot, Schwarz und die grüne Null. Einsteiger im Roulette entscheiden sich in der Regel aufgrund der höheren Gewinnwahrscheinlichkeit dafür, auf Rot oder Schwarz zu setzen. Die Beträge, welche ein Neuling einsetzt, sind normalerweise übersichtlich, selten wird gleich zu Beginn alles auf eine Farbe gesetzt. So ähnlich verhält es sich auch beim Aktienhandel. Wer seine ersten Trades an der Börse startet, sollte nicht alles auf eine Aktie setzen, sondern gezielt und wählerisch vorgehen.

Standardwerte zum Einstieg

Der Nervenkitzel volatiler Märkte mag zwar die Spannung beim Traden erhöhen, am Ende des Tages finden es die meisten Neulinge jedoch beruhigender, wenn sie auf einen langsamen aber kontinuierlichen Kursanstieg blicken können. Für diese Strategie empfehlen sich eigentlich Standardwerte. Der Kurs der Deutsche Bank Aktie zeigt allerdings, dass auch Standardwerte keine Garantie für Kontinuität sind, obwohl das Marktumfeld generell positive Tendenzen aufweist. Damit beantwortet sich auch die Frage „alles auf Rot?“. Die Antwort lautet natürlich nein. Sinnvoller ist es, das Investment auf die einzelnen Branchen zu verteilen und immer noch eine Cash-Position in der Hinterhand zu halten. Das gesamte Ersparte auf einmal in Aktien zu investieren, könnte sich unter Umständen nachteilig auswirken. Es gibt inzwischen allerdings auch eine Option, wie sich Einsteiger ein differenziertes Depot zusammenstellen können, ohne eine intensive Marktanalyse betreiben zu müssen.

Der ETF wird 40

Exchange Trading Funds, auf Deutsch Indexfonds, feiern in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Als Publikumsfonds wurden sie jedoch erst in den letzten zehn Jahren immer populärer. Indexfonds sind ein einfach gestricktes Produkt. Sie bilden den zugrunde liegenden Index eins zu eins ab. Das Fondsmanagement muss nur aktiv werden, wenn es in der Zusammensetzung des jeweiligen Index zu einer Veränderung kommt. Damit bieten diese Fonds den Anlegern gleich zwei Vorteile: Mit dem Anteilserwerb legen sie sich einen kompletten Index in das Depot. Zum Zweiten sind Indexfonds hinsichtlich der Kosten deutlich günstiger als klassische Fonds. Sie werden nicht mit einem Ausgabeaufschlag verkauft, sondern über die Börse zu normalen Wertpapiercourtagen erworben. Da das Fondsmanagement nicht ständig damit beschäftigt ist, die Zusammensetzung auf Rentabilität zu überprüfen, fallen die Verwaltungskosten deutlich geringer aus.

Indexfonds werden so ziemlich für alles aufgelegt, für dass es eine Benchmark, einen Index gibt. Es finden sich die unterschiedlichsten Wertpapierallokationen, aber auch Fonds für Gold speziell oder Rohstoffe allgemein. Damit bieten sich den Anlegern wiederum die Chancen, auch in volatilere Märkte zu investieren – Einsteiger sollten sich damit allerdings Zeit lassen. Der DAX 30, der Dow Jones und der EuroStoxx 50 bieten gute Gelegenheiten, zu diversifizieren, ohne gleich Achterbahn zu fahren.

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