Devisen oder Rohöl – wo steckt mehr Potenzial?

Festverzinsliche Anlagen werfen kaum noch eine Rendite ab. Gleichzeitig steigt nach den der guten Entwicklung das Risiko auf den Aktienmärkten. Viele Anleger sind aus diesem Grund auf der Suche nach Alternativen. Zu den in Deutschland eher vernachlässigten Anlageklassen gehören Devisen und Rohstoffe. Stellt sich nun noch die Frage, hinter welcher Variante das größere Potenzial steckt.

Als Anleger vom Ölpreis profitieren

Die Ölquellen sprudeln derzeit kräftig und sorgen für ein hohes Angebot an Öl auf dem Weltmarkt. Dies hat zu deinem deutlichen Verfall des Ölpreises geführt. Nach einem Kursrückgang über 50 Prozent hat sich das „schwarze Gold“ mittlerweile wieder stabilisiert. Anleger müssen nicht direkt Rohöl kaufen, um von einer Erhöhung des Ölpreises zu profitieren. Alternativ kann auch mit Aktien von Ölfirmen an einer Trendwende mitverdient werden. Zudem ist es möglich über Futures-Kontrakte direkt in den Ölpreis zu investieren. Hierbei gilt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten. Futures besitzen nur eine begrenzte Laufzeit zwischen ein und drei Monate, was zu einem regelmäßigen Wechsel der Kontrakte führt. Da die Preise nicht immer gleich sind, entstehen dabei Gewinne oder Verluste. Da aktuell mit einem steigenden Ölpreis gerechnet wird, notieren auch die späteren Futures mit höheren Preisen. Für Anleger ergibt sich deshalb ein sogenannter Rollverlust. Investoren erzielen somit immer dann einen Gewinn, wenn der Ölpreis stärker steigt als dies an den Terminmärkten erwartet wird.

Wer die starken Schwankungen an den Terminmärkten vermeiden möchte, sollte besser auf Öl-Aktien setzen. Die Korrekturen fallen im Vergleich zum eigentlichen Ölpreis deutlich moderater aus. So hat beispielsweise die Aktie des französischen Unternehmens beim Preisturz nur 30 Prozent ihres Werts verloren und ist anschließend im Vergleich zum eigentlichen Ölpreis stärker gestiegen. Das größte Potenzial ergibt sich beim Investment in einzelne Papiere.

Devisenhandel hohes Potenzial mit Risiken

Der Forex Handel gilt schon Längerem als Königsdisziplin im Trading. Insbesondere die Schuldenkrise in der Eurozone sorgt für hohe Schwankungen auf dem Devisenmarkt. Starke Schwankungen sind für Anleger immer mit hohen Chancen bei einem entsprechend großen Risiko verbunden. Potenzial bietet unter anderem das bei Anlegern sehr beliebte Währungspaar EUR/USD. Nach einem deutlichen Abfall hat sich der Euro gegenüber dem Dollar wieder etwas stabilisiert. Experten rechnen in den nächsten Wochen mit einer deutlichen Kurserholung. Ein hohes Entwicklungspotenzial haben zudem die Währungen der Schwellenländer wie Indien, Brasilien oder China. Durch die Hebelwirkung lassen sich Devisen bereits mit einem sehr geringen Kapitaleinsatz handeln. Dies ermöglicht im Vergleich zu einem Handel mit Rohöl höhere Gewinne. Gleichzeitig ist das Risiko auf den Devisenmärkten höher einzuschätzen.

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